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Moderner Handschutz wird im Allgemeinen in vier primäre Herstellungstechnologien unterteilt. Diese zu verstehen, ist der erste Schritt, um den richtigen Handschuh für die jeweilige Aufgabe zu finden.
1. Beschichtetes nahtloses Strickgewebe

Dies ist das „Arbeitstier“ der modernen Industriewelt. Diese Handschuhe werden auf automatisierten Strickmaschinen hergestellt, die ein durchgehendes, formschlüssiges Innenfutter ohne jegliche Nähte erzeugen.
- Der Aufbau: Eine Maschine strickt das Innenfutter (aus Materialien wie Nylon, Polyester oder HPPE), das dann auf eine handförmige Form (einen „Formleser“) gezogen und in eine Polymerbeschichtung wie Nitril oder PU getaucht wird.
- Der Vorteil: Da es keine Nähte gibt, treten keine internen Irritationen oder Reibungspunkte auf. Sie bieten eine Passform wie eine „zweite Haut“, die eine hervorragende Fingerfertigkeit gewährleistet.
- Ideal für: Allgemeine Montagearbeiten, Bauwesen und Präzisionsarbeiten, bei denen es auf hohe Tastempfindlichkeit ankommt.
2. Unbeschichtetes Polymer (Getaucht / Unsupported)
Im Gegensatz zu nahtlosen Strickhandschuhen enthalten unbeschichtete (unsupported) Handschuhe kein internes Gewebefutter. Sie bestehen vollständig aus einem Polymermaterial.
- Der Aufbau: Eine Keramik- oder Metallform wird direkt in eine flüssige chemische Verbindung (wie Neopren, Nitril oder Latex) getaucht. Nach dem Aushärten wird der Handschuh von der Form abgezogen.
- Der Vorteil: Sie sind flüssigkeitsdicht und bieten eine hervorragende chemische Beständigkeit. Da kein Stoff vorhanden ist, in dem sich Verunreinigungen verfangen können, lassen sie sich leichter dekontaminieren.
- Ideal für: Umgang mit Chemikalien, Laborarbeiten und schwere Reinigungsarbeiten.
3. Geschnitten und genäht (Cut and Sewn)

Dies ist die traditionelle Methode der Handschuhherstellung, ähnlich wie bei der Produktion von Kleidung.
- Der Aufbau: Flache Materialbahnen wie Leder, Kunstleder oder schweres Segeltuch werden in bestimmte Muster geschnitten und zusammengenäht.
- Der Vorteil: Diese Technologie ermöglicht den Einsatz von Materialien, die nicht gestrickt oder getaucht werden können, wie z. B. dickes Rindleder oder spezielle thermische Isolatoren. Sie sind oft robuster und können in Bereichen mit hoher Stoßbelastung durch Polsterungen verstärkt werden.
- Ideal für: Rigging (Anschlagen von Lasten), schwere Abbrucharbeiten, Schweißen und Arbeiten bei extremer Kälte.
4. Einmalgebrauch (Einweghandschuhe)

Entwickelt für Aufgaben, bei denen Kreuzkontaminationen vermieden werden müssen oder bei denen eine hohe taktile Empfindlichkeit im Vordergrund steht.
- Der Aufbau: Dies sind sehr dünne, unbeschichtete Polymerhandschuhe (in der Regel 2,5 bis 8 Mil stark). Sie sind so konzipiert, dass sie nach einer einzigen Aufgabe oder Schicht entsorgt werden.
- Der Vorteil: Sie bieten das höchste Maß an Tastgefühl und Hygiene. Während sie nur minimalen Schutz gegen Schnitte oder starke Abschürfungen bieten, stellen sie eine hervorragende Barriere gegen biologische Gefahren und leichte Chemikaliennspritzer dar.
- Ideal für: Medizinische Untersuchungen, Lebensmittelzubereitung, Elektronikmontage, mechanische Präzisionsarbeiten, professionelle Reinigung, Laboreinsatz und Lackierarbeiten.
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